Dieter Krämer – Sternensonde

Blutopfer

Dieter Krämer – Sternensonde

Nach dem richtungweisenden Roman von Marc-Alastor E.-E. muss man sich erst wieder an den Stil von Alisha Bionda und Jörg Kleudgen gewöhnen.
Dies ist absolut nicht negativ gemeint.
Denn jedes Buch der Serie hat bisher seinen ganz eigenen Reiz. Und das macht die Serie nach nur vier bzw. drei eigentlichen Serienromanen so interessant!

Blutopfer gehört eher zu den "einfachen" Unterhaltungsromanen, die flüssig zu lesen sind und die Rahmenhandlung vorantreiben. Alle Hauptdarsteller sind wieder vertreten und die Charaktere erhalten weitere Tiefe. Auch wenn mir gleich zu Beginn der Erzählungen das Anagramm des Aztekenpriesters aufgefallen ist und für mich eigentlich klar war das es sich um Antediluvian handelt, schadete dies keineswegs der Spannung und dem gelungenen Finale.

In der Serienbeschreibung des BLITZ-Verlages heißt es: Neben historischen Hintergründen und der Anlehnung an das klassische Vampirthema, verarbeitet die Serie alternativ-wissenschaftliche Hintergründe über versunkene Orte und frühgeschichtliche Hochkulturen. Die Bände bieten dem Leser eine interessante Mischung aus Perspektivwechselromanen, in denen er sich mit Dilara sowohl in der Neuzeit - in einem modernen Sprachstil - bewegen kann, als auch - altsprachlich - in die Historie zurückversetzt wird.

Genau diese Dinge machen diese Serie zu etwas besonderem!
Die Geheimnisse um Dilaras Vergangenheit und ihrer eigentlichen Bestimmung werden wohldosiert aufgelöst. Bei der Schattenchronikserie stimmt die Mischung und die Autoren sind gut ausgewählt.
Der große Zeitrahmen den die Serie einnimmt lässt Spielraum für viele Romane und Zyklen. Und bei der bisherigen Qualität kann man nur hoffen, dass die Schattenchronik uns noch lange erhalten bleibt!