Dieter Krämer - www.sternenson.de

Der Vampir von Düsseldorf

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Zusammenfassung:

Dilara und Calvin sind dem Drachen Lee Khan durch das Seelentor gefolgt und Mick Bondye bleibt keine andere Wahl als zurück nach London zu kehren und Guardian um Hilfe zu bitten. Doch dieser hat ganz andere Sorgen. Die Vampirclans nutzen die Schwächung des Bundes um selbst wieder an Macht zu gewinnen.

Ausgerechnet in Deutschland findet der Voodoo-Vampircop die Spur seiner Freunde wieder. In Düsseldorf treten die beiden angeschlagen aus dem Seelentor heraus und werden dort bereits von den Schergen des Drachen erwartet. Doch den beiden gelingt die Flucht. Ein alter Bekannter Dilaras heftet sich im Auftrag des Drachen an die Fersen der beiden. Peter Kürten, der als Vampir von Düsseldorf Ende der zwanziger Jahre blutige Geschichte geschrieben hat, gehört seit seiner Hinrichtung zu den Widergängern. Ein Unbekannter holte ihn damals ins Leben zurück und die alte Anziehung der ihm flüchtig bekannten Dilara ist nun der Katalysator für seine erneuten Gräueltaten. Mick kommt den beiden bei ihrer Flucht zu Hilfe und letztendlich ist es Peter Kürten selbst der Dilara das untote Leben rettet und dabei seines endgültig verwirkt. Zuvor verrät er jedoch in Andeutungen wie der Bund den Drachen vernichten kann. Ein mächtiges Wesen, dessen Körper in verschiedenen Metropolen verteilt und damit gebannt wurde, ist der Schlüssel für einen Erfolg gegen Lee Kahn. Doch der Schädel des Wesens ist versteckt im Drachenthron und damit im Herz des Feindes.

Zur gleichen Zeit erhält Luna von einem Unbekannten den fehlenden Teil des Sonnensteins und kann ihren gespaltenen Geist wieder einen. Der Vampir Larvae versucht durch Intrigen seine Macht zu festigen und will die Nachfolge Antediluvians antreten. Und die Vampire Nox, Sinistro und Phosphorus machen sich auf die Suche nach dem Demiurgos, einem gefährlichen Wesen, das vor einer Ewigkeit von Antediluvian gebannt wurde. Doch die Freisetzung dieses mächtigen und grausamen Wesens bedeutet nicht nur für die drei Vampire den Tod…

Kommentar:

Mit diesem Band schlägt das Autorenteam Bionda und Kleudgen nicht nur ein düsteres Kapitel der Schattenchronik auf, sondern beschäftigt sich auch mit einem grausamen Zeitgenossen der realen deutschen Kriminalgeschichte. Dabei bin ich mir sicher, dass hauptsächlich die Düsseldorferin Alisha Bionda sich der Handlung um Peter Kürten angenommen hat. Dass die Rheinmetropole ihre Heimatstadt ist, bemerkt man an den liebevollen und detaillierten Schauplatzbeschreibungen sowie den zahlreichen kleinen Hinweisen zu diversen Örtlichkeiten in Düsseldorf. Hier werden wieder Fakt und Fiktion in einer stimmigen Geschichte vermischt und holen den „Vampir von Düsseldorf“ in ein untotes Leben zurück.

Auf den Internetseiten des Blitzverlages konnte man in den letzten Wochen einige Veränderungen in der Vorschau zur Serie beobachten. So wird dieser Zyklus nun wohl mit Band 11 enden und die Schattenchronik in anderer Form als geplant weitergeführt. Diese Änderungen kann man auch in diesem Buch bereits bemerken. Viele Themen werden aufgearbeitet. Dies ist jedoch keineswegs ein Nachteil. Gestört haben mich dabei lediglich die Fülle an Schauplätzen und die die kurzen Kapitel. Die vielen Zeiten und Handlungsorte waren mir oft zu hektisch und unruhig. Einige Handlungsstränge hätte ich gerne zusammenhängender gelesen.

Inhaltlich ist diese Folge hingegen wieder ein Leckerbissen geworden. Die Vampirclans mit ihrer Bedeutung und Motivation in den Vordergrund zu stellen fand ich persönlich faszinierend. Sowohl die Einzelhandlung als auch die Serienfortführung überzeugen auf ganzer Linie. Insgesamt ist dieser Band blutiger, düsterer und „vampirischer“ als seine letzten Vorgänger geworden. Dies ist sicherlich dem „Titelhelden“ zuzuschreiben. Aber auch die Clankomponente verschafft diesem Buch seine hervorragende Atmosphäre. Weiterhin warten noch unzählige Fragen auf eine Beantwortung und die allgemeine Entwicklung lässt auf einen exzellenten Showdown dieses Zyklus hoffen.