Horst Illmer, phantastisch! No. 46, S. 7

Odem des Todes

Horst Illmer, phantastisch! No. 46, S. 7

Das traurig-verkorkste Leben des amerikanischen Meisterpoeten und Kurzgeschichtenerfinders Edgar Allan Poe währte nur vierzig kurze Jahre (1809 – 1849), sein Nachruhm aber dauert auch im 21. Jahrhundert weiter an.

Die ideenreiche Herausgeberin Alisha Bionda legt jetzt mit »Odem des Todes« (ISBN 978-3-902802-06-4, Voodoo Press, 2011, 260 Seiten, Klappenbroschur) eine Anthologie vor, die neben einem biografischem Essay von Florian Hilleberg dreizehn Kurzgeschichten und Novellen enthält, deren »Held« jeweils E. A. Poe selbst ist.

Die Autoren, unter ihnen Arthur Gordon Wolf, Désirée Hoese, Sören Prescher und Christian Endres, machen ihre jeweiligen Erzählungen an mehr oder weniger bekannten Details aus Poes schicksalsschwerer Lebensgeschichte fest, oder binden ihn in mehr oder weniger gelungene Bearbeitungen seiner bekanntesten Stories mit ein. Das reicht von Gespenstergeschichten aus Poes Jugendzeit in England bis hin zu Phantasmen, die seinen delirierenden Geist kurz vor seinem tragischen Ende heimsuchen.

Die gelungenste Umsetzung von Biondas Vorgabe ist wohl die titelgebende Novelle »Odem des Todes« von Erik Hauser, in der Poes Bruder Henry eine handlungstragende Rolle übernimmt.

Einband und Illustrationen zu dieser »Hommage an Edgar Allan Poe« stammen von Crossvalley Smith.


Horst Illmer, phantastisch! No. 46, S. 7